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Künstlerförderung seit 1948

Seit 1948 erwirbt das Land Nordrhein-Westfalen Werke herausragender junger Künstlerinnen und Künstler. Grundbedingung ist ein Studienabschluss an einer der Kunsthochschulen Nordrhein-Westfalens oder Wohnsitz im Land. Seit 2015 recherchiert und entscheidet jährlich eine dreiköpfige Fachkommission die neuen Ankäufe. Bis 2017 setzt sich die Kommission zusammen aus Frau Dr. Susanne Meyer-Büser, Frau Dr. Gail Kirkpatrick und Dr. Marcel Schumacher.

Kurz nach der Gründung des Landes NRW erwarb das Kultusministerium 1948 auf Anregung des Ministerialrats Dr. Mathias T. Engels das erste »Kunstgut«, ein Aquarell von Karl Schwesig. Auf der einen Seite sollten unter dem Regime der Nationalsozialisten verfolgte oder verfemte Künstler unterstützt und auf der anderen junge Künstler unterstützt werden. Ende der 1940er-Jahre wurde beschlossen, die angekauften Kunstwerke einzelnen Ministerien und Landesbehörden zur repräsentativen Ausstattung ihrer Büros zur Verfügung zu stellen. Auch heute noch dient ein Viertel der Sammlung diesem Zweck. In der Vergangenheit haben unterschiedliche Kuratoren und Hochschulprofessoren das Kultusministerium bei seinen Ankäufen beraten, auch wurden einige Werke auf der »Großen Kunstausstellung« in Düsseldorf erworben. Seit 2015 trägt eine Fachkommission mit wechselnden Mitgliedern Vorschläge zusammen und entscheidet über die Ankäufe.

Erika Hock, Synchromy (in Space), 2009
Aluminium, Neonröhren, Kabel,
Ankauf 2009, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Von 1976 bis 2014 stellte Maria Engels die Sammlung im Abteigebäude Kornelimünster aus und zeigte dort u.a. die Träger des Förderpreises für Junge Kunst. Seit 2015 wird die Sammlung von Dr. Marcel Schumacher geleitet und thematisch neu ausgerichtet. In jährlich wechselnden Präsentationen werden unterschiedliche Schwerpunkte der Sammlung beleuchtet und die Künstlerinnen und Künstler der aktuellen Ankäufe erhalten die Möglichkeit, Einblick in ihr Schaffen zu gewähren.

Da der Schwerpunkt der Ankäufe auf der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler liegt, spiegelt sich in der Sammlung der Wechsel von Zeitgeist und künstlerischen Bewegungen über die Jahrzehnte wider. Künstlerinnen und Künstler aus Nordrhein-Westfalen haben die internationale Entwicklung der Kunst seit 1945 maßgeblich beeinflusst. Sigmar Polke und Gerhard Richter waren ebenso Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf wie Andreas Gursky und Thomas Ruff, um nur wenige zu nennen. Indem sich die Sammlung jährlich verjüngt, ermöglicht sie neben einem Rückblick auf 70 Jahre Kunstgeschichte auch einen Einblick in die vitale Kunstszene des heutigen NRW.